Uwe Knüpfer
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Amerika privat/Brief aus Washington zu: es schneit

8/1/1996

 
Es schneit. So kann man es sehen. Oder auch so: "Einer der schrecklichsten Schneestürme der letzten 70 Jahre tobt über dem Nordosten der USA. Washington versinkt im Schnee." So sehen es Amerikaner. Und es ergibt, definitiv, die besseren Schlagzeilen rund um den Globus.

Amerikaner sind die besten Verkäufer der Welt. Sie verkaufen, was ihnen in die Finger gerät. Jetzt ist es Schnee.

Die nüchternen Daten: Es schneit seit der Nacht auf Sonntag. Vor dem Fenster des Korrespondenten sind seither rund sechzig Zentimenter wunderbar lockeren Pulverschnees gefallen. Es ist minus sechs Grad Celsius kalt und wunderbar still.

Aber was besagt das schon? Was macht das her? Wie wär`s damit: Alle Schulen, Universitäten, alle Behörden sind geschlossen. Besorgt blickende Gouverneure rufen den Notstand aus. Auf den Flughäfen zwischen Boston und Washington bewegen sich nur noch Schneeräummobile. Die Nationalgarde steht in Bereitschaft.

Nachrichtensprecher empfehlen, hellwach und tiefernst: "Bleiben Sie, wo Sie sind!" Auf der achtspurigen Ringautobahn rund um die US-Hauptstadt sind Autos so selten geworden wie Nacktbader im Januar auf Sylt. Wie wirklich ernst die Situation ist, zeigt dies: Selbst manche Supermärkte waren am Sonntag geschlossen.

Sie hätten ohnehin nicht viel zu verkaufen gehabt. Die Regale waren Samstagabend schon geplündert. Den ganzen Tag über hatten Radiostationen vor dem Heranziehen eines "wirklich schweren Schneesturms" gewarnt, und alerte Hörer zogen Konsequenzen: Sie hamsterten - Lebensmittel, Bier, Feuerholz, Kerzen, Videos; alles, was man so zum überleben braucht. Videos vor allem. Der Sturm konnte kommen.

In amerikanischen Adern fließt das Blut von Pionieren. Leider bietet der moderne Alltag wenig Chancen, Pioniergeist zu beweisen. Wie gut, daß es das Wetter gibt. Am Sonntag fuhr so manches uns unbekannte Auto durch unsere Straße. Was deshalb bemerkenswert ist, weil es sich um eine Sackgasse handelt und Räumfahrzeuge sich nicht blicken ließen. Die Autos waren allradgetriebene Geländewagen. Nichts am Automarkt hat sich in den letzten Jahren so gut verkauft wie allradgetriebene Geländewagen. Seht alle her, riefen uns deren stolze Besitzer nun zu; wortlos, schlichtweg fahrend: Wir waren gescheit!

Dutzende von Vierradfahrern meldeten sich bei den örtlichen Krankenhäusern - auch das ist Amerika -, um ihre Hilfe anzubieten: Die Hospitäler suchten verzweifelt nach Fahrzeugen und Fahrern, eingeschneite érzte und Patienten zu transportieren oder Medikamente auszuliefern.  In Zeiten der Not rücken Pioniere zusammen, bauen eine Wagenburg.

Wetterexperten raten Eltern dringend, ihre Kinder im Haus zu behalten: Die Kälte sei gefährlich. In unserer Nachbarschaft ist nicht zu beobachten, daß dieser Aufruf erhört worden wäre. Auch amerikanische Kids lieben die Herausforderung. Und wozu hat man Schlitten.

Die Prachtstraße Pennsylvania Avenue - sie verbindet Kapitol und Weißes Haus - gehörte bis Montagfrüh Menschen auf Langlaufskiern. Sie genossen die Katastrophe sichtlich. Auch die Familie Clinton schien es zu genießen, von der Kirche zum Weißen Haus zurück zu Fuß stapfen zu können, in dicke Wintermäntel gehüllt. Bei Normalwetter wäre das unmöglich und der Secret Service davor.

Zu einer wahren Katastrophe gehören, naturgemäß, Tote. Hätte im Sommer nicht ein cleverer Leichenbeschauer in Chicago jeden Verstorbenen der Großstadt flugs zum "Hitzetoten" erklärt, wäre der Welt womöglich die Meldung von der "Killerhitze" entgangen, die den Norden der USA überzog, damals.

In Chicago können sie über sechzig Zentimeter Schnee nur lachen. Schneestürme und eisige Kälte gehören dort zum Alltag. Doch im winterlich lauwarmen, sommerlich treibhaushaft schwülen Washington minichten. Dort gehört die Angst vorm Schnee zum Alltag. Die Schulen schließen hier schon, wenn nur drei Flocken fallen. Wer von überlebbaren Katastrophen nicht verwöhnt ist, genießt sie, wie sie kommen.

Die schlechte Nachricht ist: Montagmittag hörte es auf zu schneien, ja: Blauer Himmel, Sonnenschein waren vorhergesagt. Die gute Nachricht: Der nächste Schnee soll schon am Wochenende nahen. Und der Korrespondent ist zwar kein Kap Hoorner, kann aber seinen Enkeln und Lesern erzählen: Ich habe den "Blizzard of '96" überlebt.

Ende des US-Etatstreits: Revolution vertagt

7/1/1996

 
Der Streit um den US-Haushalt dreht sich um mehr als ein paar Einsparungen hier oder da. Er geht um politische Weichenstellungen, womöglich für Jahrzehnte.

Die Republikaner im Kongreß wollen eine Entmachtung Washingtons, eine Verschiebung von Zuständigkeiten von der Bundesregierung hin zu den Einzelstaaten oder, darüber hinaus, zu den Betroffenen, den Bürgern. Sie wollen Schluß machen mit einer seit den dreißiger Jahren gewachsenen Tradition des väterlichen, des sorgenden Staates. Sie folgen dabei der uramerikanischen Idee, wonach sich alles zum Besten richte, wenn nur "der Bürger" allein über sein Schicksal und das seiner nächsten Umgebung gebiete.

Vergessen ist, daß der väterliche Staat vor sechzig Jahren genau deshalb auf den Plan trat, weil die Idee des "Laß-mal-machen" zuvor versagt hatte. Die Weltwirtschaftskrise ließ Millionen von Amerikanern in bitterer Armut versinken - und Europa im braunen Sumpf.

Die Macht des US-Kongresses ist seine Zuständigkeit für die Finanzen. Das überaus komplizierte US-Haushaltsrecht erlaubt es, mit Etats so gut wie jede gewünschte Gesetzesinitiative zu verknüpfen, und so wird es gemacht. Deshalb lag es für die jetzige Kongreßmehrheit "revolutionär" gesinnter Republikaner nicht fern, an die Bewilligung von Geldern für die Bezahlung von Beamten ihr gesamtes "Revolutionsprogramm" zu fesseln - auch wenn diese Art von Politik durch Erpressung neu war, selbst für die USA.

Die Republikaner mußten allerdings die Erfahrung machen, daß die Mediendemokratie denjenigen bevorteilt, der GEGEN etwas ist.

Die innenpolitische Macht des US-Präsidenten ist es, Nein sagen zu können, ist sein Veto. Ist es zudem, daß Präsidentenworte Gehör in allen Medien finden. Clinton macht davon derzeit virtuos Gebrauch. Die Republikaner haben die Schlacht um die öffentliche Meinung, genannt Haushaltsstreit,  verloren. Deshalb lenkten sie nun ein, und die Weltmacht gibt endlich wieder Visa aus, öffnet wieder ihre Museen.

Die Revolution ist vertagt.

Ende des US-Etatstreits: dem Etatstreit folgt der Schneesturm - Republikaner lenken ein und suchen neue Taktik

7/1/1996

 
Nun blockieren Politiker nicht mehr den Touristen den Zugang zu Museen in Washington, nun sind es Berge von Schnee, die Regierungsbeamte von ihren Schreibtischen fernhalten.

Kaum hatten US-Präsident Clinton und seine republikanischen Widersacher den wochenlangen Haushaltsstreit beigelegt, jedenfalls fürs erste, da rollte der schwerste Schneesturm seit Jahren über die Ostküste der USA weg und legte das öffentliche Leben lahm, gründlicher als jeder Politikerstreit.

Am Samstag, endlich, öffneten das Nationale Luft- und Raumfahrtmuseum, die Nationalgalerie und die anderen staatlich betriebenen Touristenattraktionen der US-Hauptstadt wieder ihre Pforten. Ab Montag hätten auch Visaanträge endlich wieder bearbeitet werden sollen - wäre der Schnee nicht dazwischengekommen.

280 000 Bedienstete des Öffentlichen Dienstes waren drei Wochen lang zwangsbeurlaubt, weil der Regierung das Geld fehlte, sie zu bezahlen. Weitere 480 000 hatten zur Arbeit zu erscheinen, wurden aber nicht entlohnt. Der Kongreß wollte Präsident Clinton zwingen, zunächst einer mittelfristigen Finanzplanung (für sieben Jahre) zuzustimmen, die neben drastischen Einsparungen, vor allem in Sozialprogrammen, grundlegende Reformen etwa im Gesundheitswesen, der Umweltpolitik und bei der Sozialhilfe mit sich bringen würde. Clinton sprach von Erpressung und kam den Republikanern zwar Schrittchen für Schrittchen entgegen, ohne aber deren grundlegende Forderungen zu erfüllen. Er werde, versprach er dem Wahlvolk publikumswirksam, die Rechte der Alten, der Kinder und der Umwelt vor dem Angriff der republikanischen Raubritter schützen.

Clinton tat der Streit in den Umfragen gut, das Ansehen der Republikaner hingegen sank. Bob Dole, Mehrheitsführer im Senat, sagte sich denn auch von der Taktik seiner "revolutionären" Parteifreunde los, schon vor Weihnachten, und drängte auf eine Rückkehr der zwangsbeurlaubten Beamten an ihre Arbeitsplätze. Aber erst am letzten Wochenende ließ sich die Mehrheit der Republikaner erweichen, Doles Kurs zu folgen, höchst widerstrebend nur. Vorerst gewährte sie der Regierung nur Geld für ausgewählte Programme, und das zumeist auch nur befristet bis zum 26. Januar. Der nächste Teil-Blackout der US-Regierung könnte damit vorprogrammiert sein. Die beurlaubten Beamten immerhin können frohlocken: Sie werden rückwirkend bezahlt.

Clinton reagierte prompt, indem er einen neuen mittelfristigen Haushaltsplan vorlegte, der zwei wesentliche Bedingungen der Republikaner erfüllt: Er sieht einen ausgeglichenen Bundeshaushalt im Jahr 2002 vor, und er basiert auf Wirtschaftsprognosen nicht des Weißen Hauses, sondern des Kongresses. Clinton sprach, betont ernst und nüchtern,  von einem Haushalt der "nationalen Einheit".

Republikanische Hardliner aber schäumen. Denn Clintons Etatentwurf enthält Geld für zahlreiche Programme, die Republikanern ein Dorn im Auge sind. Und mitnichten jene Steuergeschenke für Unternehmen und Großverdiener, die wiederum den Republikanern ein Herzensanliegen sind. Ein Sparhaushalt ist es, aber den Abschied vom aktiven Staat bringt er nicht.

Die Republikaner müssen sich nun entscheiden, ob sie den Spatz ergreifen, den Clinton ihnen auf der ausgestreckten Hand präsentiert. Oder ob sie die Erpressung der Regierung nach dem 26. Januar fortsetzen wollen. Oder ob sie fürs erste ganz aufgeben und auf die Präsidentschaftswahlen im November setzen:

Nur Clinton, könnten sie dem Wahlvolk sagen, blockiere die Revolution. Clinton wiederum würde genau dasselbe sagen, mit umgekehrten Vorzeichen nur: Allein er könne und werde das Schlimmste verhindern.

US-Haushaltsstreit: ein Boxkampf in der 40. Runde

4/1/1996

 
Ein brasilianisches Fußballteam  kommt nicht in die USA - mangels Visa für die Spieler. US-Diplomaten in Moskau pumpen sich Geld, um russische Angestellte zu entlohnen. Die US-Botschaft in Vietnam kann ihre Stromrechnung nicht begleichen: Fernwirkungen des US-Haushaltsstreits zwischen Präsident Clinton und dem republikanisch kontrollierten Kongreß. Das Ansehen der USA im Ausland nimmt Schaden: Die Supermacht spielt Bananenrepublik.

Der Streit gleicht einem Boxkampf, der in die 40. Runde geht: Alle Akteure sind ermüdet, das Publikum ist gelangweilt bis verärgert, mit einem K.O.-Sieg irgendeiner Seite ist längst nicht mehr zu rechnen.

Der Sieger nach Punkten heißt Clinton, aber sein Gegner gibt nicht auf. Die Schläge einstecken müssen eine Dreiviertelmillion Angestellte des Öffentlichen Diesntes. Seit Mitte Dezember warten sie vergeblich auf ihre Gehälter.

Die meisten von ihnen müssen gleichwohl zur Arbeit erscheinen. Anders als in der ersten Runde des Etatstreits im November hat die Regierung diesmal den Großteil ihrer Beschäftigten für unverzichtbar erklärt. Nur 280 000 Bedienstete, ein Bruchteil aller US-Bundesbeamten, haben zuhause zu bleiben, nun schon seit dem 15. Dezember. Oft fielen Weihnachtseinkäufe ins Wasser. Einige Banken bieten ihnen inzwischen aus Kulanz zinslose Darlehen an.

Die meisten Amerikaner aber bemerken wenig von der teilweisen Zahlungsunfähigkeit ihrer Regierung. Post, Militär, Feuerwehr, die meisten Sozialbehörden arbeiten wie gewohnt. Auch ihre Schuldzinsen zahlt die Regierung pünktlich, möglich gemacht durch allerdings teils gewagte Umwegfinanzierungen.

Geschlossen sind einige Museen in Washington und viele "nationale Monumente" - ärgerlich für Touristen. Besonders populäre Nationalparks wie der Grand Canyon waren im November geschlossen, sind jetzt aber erreichbar. Am Grand Canyon zahlt der Staat Arizona vorübergehend die Gehälter der Parkwächter. Portland, Oregon, meldet, daß die Gräber auf einem dortigen Heldenfriedhof verwahrlosen. In Kansas werten Anträge auf Arbeitslosenunterstützung nicht mehr bearbeitet.

Hart getroffen sind das Außenministerium, die US-Umweltbehörde und viele, auch private, Forschungseinrichtungen. Das State Department schickte 6500 seiner 9000 Beamten nach Hause. Die National Science Foundation ist außerstande, überweisungen zur Forschungsförderung zu tätigen. Die nationale Gesundheitsbehörde NIH warnt, die Entwicklung von Impfstoffen für die nächste Grippewelle sei ins Stocken geraten.

In den USA endet das Haushaltsjahr stets am 30. Oktober. Der Kongreß hat schlichtweg die Teiletats für einige Ministerien nicht verabschiedet. Gegen einige Teiletats hat Clinton sein Veto eingelegt.

Der Kongreß, beherrscht von Clintons politischen Gegnern, will den Präsidenten zu einer rigorosen Sparpolitik zwingen. Zu Lasten von Programmen, die Clinton - und dessen treuesten Wählern  - besonders am Herzen liegen. Die Republikaner wollen die Rückkehr zu ausgeglichenen Bundeshaushalten - die im Prinzip auch Clinton will - als Vehikel benutzen, jahrzehntealte Sozialprogramme entweder drastisch zu beschneiden oder gänzlich abzuschaffen. Gleichzeitig planen sie Steuererleichterungen vor allem für Einkünfte aus Kapitalvermögen, sprich für wohlhabende Amerikaner.

Anfang November schickte Clinton erstmals Beamte aus Geldmangel nach Hause. Nach drei Tagen war der Blackout der Regierung beendet: Präsident und Kongreß einigten sich darauf, sich einigen zu wollen, mehr aber auch nicht. Eine befristete Zahlungsvollmacht des Kongresses für die Regierung lief am 15. Dezember aus, ohne daß der Streit in der Zwischenzeit beigelegt worden wäre. Der Kongreß zwang die Regierung erneut in die Zahlungsunfähigkeit. Seit Weihnachten treffen sich Clinton und seine Gegenspieler Dole und Gingrich nahezu täglich. Von Verhandlungsfortschritten ist die Rede, aber sichtbar werden sie nicht. Derweil zerbröselt die Einheitsfront der Republikaner.

Fred Upton, republikanischer Abgeordneter aus Michigan, gestand ein: "Wir haben den PR-Krieg verloren." Die Öffentlichkeit weist mehrheitlich dem Kongreß die Schuld an der Misere in Washington zu, nicht Clinton. Aber, fügte Upton hinzu: "Niemand weiß, wie wir aus dem Schlamassel rauskommen."

Bob Dole, Mehrheitsführer im Senat, zeigt Mitgefühl mit den unentlohnten Beamten und wäre zu Kompromissen bereit, doch seine Truppen folgen ihm nicht. Dole brachte einen Gesetzentwurf ein, wonach die zwangsbeurlaubten Beamten hätten bezahlt werden können. Der Senat stimmte geschlossen zu. Doch im Repräsentantenhaus lief der Gesetzentwurf auf Grund. Dort haben Newt Gingrich und dessen Anhänger das Sagen: ideologische Eiferer aus dem Hinterland, "Freshmen" in der Mehrzahl: Neulinge in Washington und getrieben von radikalem Sendungsbewußtsein.

Clinton nannte die teilweise Handlungsunfähigkeit der Regierung eine "gemachte Katastrophe". Eine "kleine Bande von Extremisten" habe Millionen von Amerikanern als Geiseln genommen. Es werde nichts fruchten, versprach Clinton: Erpressen lasse er sich nicht. Der Boxkampf geht weiter.

Bob Dole: Revolutionär wider Willen

4/1/1996

 
Kaum ein Gesicht aus Washington ist Amerikanern so vertraut wie das des Bob Dole. Mehrfach unternahm der knochige Senator aus Kansas Anläufe, Präsident zu werden. Immer wieder hatte er zurückzustecken, zuletzt 1988 gegenüber George Bush. Dem war damals als Vizepräsidenten Ronald Reagans die Kandidatur für das höchste Amt der USA nicht zu nehmen. 1996, das weiß Dole, kommt seine letzte Chance. Er ist eisern gewillt, sie zu nutzen.

Mit zäher Energie verweist Dole, 72, republikanische Mitbewerber um das Amt des Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei derzeit auf die hinteren Ränge: Die parteiinternen Vorwahlen beginnen im Februar. Noch ist Dole die Nominierung nicht völlig sicher. Seine Partei hat sich gewandelt, Dole nimmt man den Wandel nicht ab.

Bob Dole ist ein parlamentarischer Macher, ein Kompromisse-Schließer, Ideologen verachtet er.  Seine tonangebenden jüngeren Parteifreunde aber verstehen sich derzeit als Revolutionäre. Kompromisse halten sie für Teufelszeug, Washington-Insider wie Dole für faustische Verkäufer ihrer eigenen Seele.

Käme es auf Dole an, wäre der US-Haushaltsstreit nie zu einer Farce mit zwangsbeurlaubten Beamten ausgeartet.

Wirklich populär war Dole nie. Respekt wird ihm bezeugt, Zuneigung selten. Er ist ein Grantler, sein Humor ist von ätzender Schärfe. Aber er hat Qualitäten, die Bill Clinton fehlen. Dole kämpfte an der Front im Zweiten Weltkrieg, er wurde ernsthaft verwundet, ein Arm blieb steif. Er meisterte sein Schicksal durch Willenstärke. Gerade Willensstärke ist es, was viele Amerikaner an Clinton vermissen.

Dole war ein politischer Zögling Richard Nixons. An dessen Grab weinte er offen. Den Präsidenten Reagan und Bush diente Dole treu. Nun, glaubt er, sei seine Stunde gekommen.

Bill Clinton: verhinderter Reformer

4/1/1996

 
Bill Clinton kam 1992 aus Arkansas nach Washington mit dem Versprechen, als Präsident ein aktiver Reformer zu sein. Ein festeres soziales Netz versprach er, Investitionen in die Zukunft, Umschulungs- und Bildungsprogramme, eine solide Haushaltspolitik, ernsthaften Umweltschutz. Drei Jahre später zieht ausgerechnet er in den Kampf um seine Wiederwahl als ein Verteidiger des Status Quo. Als ein aktiver Außenpolitiker, dessen Hände im Inneren gebunden sind. Nun kann er kaum mehr versprechen als dies:  denen in den Arm zu fallen, die den Sozialstaat - oder was in den USA dafür gilt - am liebsten abschaffen würden.

Im Kongreß gingen Clinton die Mehrheiten für seine Art von Reformen verloren. Dort haben jetzt Republikaner das Sagen, die auch Reformen wollen, aber andere als Clinton, als Clintons Wähler vor allem. Clinton glaubt an den aktiven Staat. Die republikanischen "Revolutionäre" halten den Staat für die Wurzel allen Übels.

Clinton wird in diesem Jahr 50. Er ist noch immer einer der jüngsten Präsidenten, den die USA je hatten, der erste, der den Zweiten Weltkrieg nicht erlebte. Im Gegensatz zu vielen, wenn nicht den meisten prominenten US-Politikern ist Clinton immer noch mit seiner ersten Frau - Hillary -verheiratet, ist er ein sorgender Familienvater seiner Teenager-Tochter Chelsea. Dennoch hängt ihm an, ein "Charakterproblem" zu haben: als vermeintlicher Ehebrecher, als notorischer Kompromißler, als typischer "Politiker", als Ungedienter, das wohl vor allem: Clinton entging als Student dem Wehrdienst in Vietnam. Ja, er demonstrierte gegen den Krieg. Viele Landsleute werden ihm das immer übelnehmen.

US-Haushaltsstreit, neueste Runde: Schnitt ins Fleisch

8/12/1995

 
Im Jahr 2002 will die Regierung in Washington keine neuen Schulden mehr machen. Darauf haben sich Präsident Clinton und der von seinen republikanischen Widersachern beherrschte Kongreß geeinigt.

Das klingt großartig, taugt prächtig als Munition für den US-Präsidentschaftswahlkampf. Er sendet ein willkommenes Signal an die Finanzmärkte der Welt, tut dem Vertrauen in den Dollar und die US-Wirtschaft gut. Das ist das Gute, das sich über Washingtons Drama "Balanced Budget" sagen läßt.

Einigkeit herrscht über das Ziel, doch mitnichten über den Weg dorthin. Im November haben die Republikaner, um den Präsidenten in die Ecke zu drängen, für Tage die Regierung außer Gefecht gesetzt. Sie können es jederzeit wieder tun. Am 15. Dezember schon geht Clintons Regierung erneut das Geld aus.

Mit der Vorlage seines eigenen 7-Jahr-Sparprogramms wollte Clinton nun demonstrieren: Ich bin zu Kompromissen bereit. Mit der Betonung auf: ich. Das Drama geht in die nächste Runde; es ist längst nicht die letzte.

Ob die USA 2002 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt haben werden oder nicht, steht in den Sternen; egal, wie der Streit in diesem Jahr endet. Zu viele Faktoren sind unbekannt: das  künftige Wirtschaftswachstum, die Inflationsrate, die Entwickluing der Steuereinnahmen. Klar scheint nur, wer am Wegesrand zurückbleiben wird: Alte Menschen mit kleinen Renten, junge Mütter ohne eigenes Einkommen, Umweltschutzprogramme, verkommende Innenstädte; Beispiele nur.

Das müßte so nicht sein, gäbe es nicht politische Tabus, die weder Clinton noch die Republikaner in einem Wahljahr sich anzufassen getrauen. Steuererhöhungen sind igittigitt. Im Gegenteil, Steuergeschenke müssen her. Der Militärhaushalt wird nicht nur nicht angetastet, sondern erhöht. Subventionen für Firmen, die mit ihren Spenden so manchen Politikerwahlkampf erst führbar machen, bleiben sakrosankt.

So scheinen die USA willens, sich tief ins eigene Fleisch zu schneiden, um zu beweisen, wie gesund sie sind.

Avanced Mirco Devices vor Großinvestition in Dresden: neue Chipgeneration soll Profite zurückbringen

8/12/1995

 
Ein Pionier des Silicon Valley kommt nach Sachsen. Jerry Sanders, Gründer und Boß von Advanced Micro Devices Inc. ( AMD), des viertgrößten amerikanischen Herstellers von Mikroprozessoren, will am 14. Dezember in Dresden höchstpersönlich verkünden, worauf die sächsische Landesregierung seit langem hofft: den Bau einer Fabrik zur Herstellung der nächsten Generation von Computerchips.

In Sunnyvale bei San Francisco wie in Dresden werden Details der Entscheidung derzeit behandelt wie ein Staatsgeheimnis: "No comment.". Zu oft schon wurde die Investition annonciert, zu oft verstrichen angekündigte Fristen. 1400 Arbeitsplätze soll das Werk nach Dresden bringen, verkündeten die Regierungen in Bonn und Dresden schon vor der letzten sächsischen Landtagswahl. Im Gespräch war eine Investitionssumme von rund 1,9 Mrd DM.

Doch AMD war noch nicht so weit. Es fehlte der Chip, der in Dresden produziert werden könnte. Marktführer Intel ist seinem schärfsten Konkurrenten AMD mit der fulminanten Einführung des Pentium-Chips, eines Mikroprozessors der fünften Generation, davongeeilt. AMD setzte weiter auf seinen 486er Chip, ein Computerhirn der vierten Generation. Die Preise für 486er verfielen 1995 aber schneller, als von AMD erwartet, und Sanders' Unternehmen war entgegen vollmundigen Versicherungen bisher nicht in der Lage, Intel mit einem Pentium-ähnlichen Chip Paroli zu bieten.

Die Folge: Der Kurs der AMD-Aktien fiel steil; von rund 40 auf derzeit rund zwanzig Dollar. Das, obwohl andere Produkte des Unternehmens sich weiter gut verkauften. AMDs Umsätze stiegen im dritten Quartal 1995 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun % auf 590,4 Mio Dollar. Aber wegen des Preisverfalls der 486er Chips schrumpften die Gewinne - ein ungewohntes Erlebnis für den erfolgsverwöhnten Mr. Sanders.

Im Oktober gestand Sanders ein - es fiel ihm schwer genug - aus eigener Kraft nicht schnell genug einen Pentium-ähnlichen Chip in die Produktion bringen zu können. Rettung erhofft er sich nun von der übernahme eines kleinen Chipentwicklers, NexGen. Die übernahme soll Anfang 1996 abgeschlossen sein. Hinter NexGen stehen unter anderem die Computerhersteller Compaq und Olivetti. Computerhersteller können kein Interesse daran haben, daß Intel seine schon jetzt fast monopolartige Stellung am Mikroprozessorenmarkt noch weiter ausbaut.

Die Ehe mit NexGen werde AMD "in den Kampf um die Marktführerschaft für die fünfte, sechste und künftige Generationen von Microsoft-Windows-kompatiblen Mikroprozessoren katapultieren", verkündete Sanders, wieder mit der gewohnten Vollmundigkeit. Eine Abschußrampe soll in Dresden stehen.

Vorschau auf das nächste Jahrtausend: Disneys Amerika

7/12/1995

 
Im zwanzigsten Jahrhundert hat Walt Disney uns Urlaubsfreuden beschert, im 21. wird er die Amerikaner von ihren Alltagssorgen befreien. Disney übernimmt die Regierung. Micky Mouse - oder ein zeitgemäßer Nachfolger - wird US-Präsident, Pocahontas wird First Lady.

Albern? Kein Gedanke. Meinungsumfrage auf Meinungsumfrage belegt, wie unzufrieden die Amerikaner sind: mit ihren Schulen, ihren Straßen, zerfallenden Innenstädten, mit ihren Politikern. Porno im Internet, Schußwaffen auf dem Schulhof, ein Präsident in Jogging-Shorts.

In Disneyland ist alles anders. Da sind Straßen und Plätze aufgeräumt und sauber. Da ist die Welt noch in Ordnung. Jeder Angestellte lächelt. Manche singen sogar. Blut fließt nicht wirklich, Rassenhaß ist ein Fremdwort. Alle Autoritäten sind sympathisch, alle Gebrauchsanweisungen verständlich, und Abfall recycelt wird auch.

Warum soll man nur im Urlaub genießen, was man im Alltag so schmerzlich vermißt? Disney hat die Marktlücke erkannt und expandiert. Demnächst kann man unter den Fittichen des Konzerns Konferenzen abhalten, sich weiterbilden (im Disney Institute), heiraten gar. Eine Disney-Sportarena ist in Vorbereitung und ein Zoo, in dem sich sogar Tiere tummeln, die ausgestorben sind. Schon entsteht in Florida eine ganze Stadt nach Art der Maus; von der Türklinke bis zum Rathaus: alles von Disney.

Vor dort ist es nur ein winziger Schritt zur übernahme der ultimativen Verantwortung. Debatten über Natoreform oder Nafta-internen Normenabgleich, sie werden unterhaltsam und lehrreich, wenn von Disney orchestriert. Das Kapitol zu Washington wird die größte Besucherattraktion der Welt, komplett mit Wasserrutsche und Geisterbahn. Keine Sexskandale mehr und keine First-Lady-Ohrgehänge, die nicht zum Lippenstift passen.

Onkel Dagobert übernimmt die Finanzen der Nation, und deutsche Politiker werden noch öfter nach Washington reisen. Neu wäre: Ihre Kinder kommen gerne mit.

Die Panzerknacker und Klaas Klever spielen die Rolle der Opposition.

Die Finanzierung? Kein Problem. Steuern werden abgeschafft. Im Weißen Haus entsteht ein Gift Shop, Ausländer sind als zahlende Gäste willkommen. Jeder Amerikaner kauft bei Erreichen des konsumfähigen Alters einen Lifetime Disney Pass, und zwar gerne, berechtigend zur Teilnahme an Präsidentschaftswahlen. Die blieben auch weiterhin ein Vergnügen, nur mit noch mehr Musik und Gejohle.

Die Wahlbeteiligung wird steigen. Nie war Demokratie so schön.

Frankieboy zum Achtzigsten: "Es war wie Magie"

6/12/1995

 
Frank Sinatra sei wie ein alter Onkel, den man furchtbar lieb hat, aber zu Weihnachten doch nicht gern am Tisch hat. So stand es im Magazin Newsweek. Nun, Frankieboy hatte es nie leicht mit Journalisten. Mit einigen hat er sich geprügelt. Womöglich täte er es heute noch - "My way" -, würde er nicht am 12. Dezember achtzig.

Tatsächlich. 80. Und er singt noch immer, manchmal jedenfalls. Seine Fans zittern dann mit: Denn dann und wann vergißt Frankie schon mal eine Zeile. Bei einem Konzert im März '94 brach er auf der Bühne zusammen. Macht nichts, er steht immer wieder auf.

Frank Sinatra war zeitlebens hart im Nehmen, hart im Geben, hart im Trinken. Im Alter ist er ruhiger geworden, nun gar schon seit vielen Jahren mit derselben Frau verheiratet. Ein Familienpatriarch ist er geworden, thronend über einem staattlichen Clan.

Bei einer fast dreistündigen Gala zu seinen Ehren saß er zumeist still dabei - Stillsitzen konnte Sinatra früher nie, schon in der Schule nicht, die er deshalb vorzeitig verließ. Diesmal  sah und hörte er andere singen; junge und alte Bekannte: von Ray Charles bis Sinead O'Connor. Auch Bob Dylan gab Frankie die Ehre.

Sinatra hat es immer verstanden, Gräben zu überbrücken. Er war mit John F. Kennedy befreundet - und mit Richard Nixon. Er verehrte Franklin Roosevelt - und Ronald Reagan. Er begann seine Schauspielerkarriere als Tralalasänger - und bekam einen Oskar für seine ernsthafte Rolle in "From Here to Eternity". Er veralberte in jungen Jahren mit Schuhcreme im Gesicht schwarze Musikanten - und stand mit Bravour auf gegen Rassismus und Intoleranz. Er brillierte als Familienvater und als Casanova.

Wenn jemand wegen seiner Hautfarbe oder seines Namens beschimpft oder ausgelacht wird, das kann Sinatra nicht leiden. Das war ihm die Lehre seiner Jugend in Hoboken, wo "Itacker" es schwer hatten in einer Nachbarschaft, die Iren kontrollierten. Vielen blieb Sinatra bis heute als Mafioso-Freund verdächtig, allein schon wegen seines Namens. Sinatra, das klingt so schön sinister.

"Ich habe zeit meines Lebens für Mafiosi gearbeitet," gab Frankie mit der ihm eigenen Direktheit zu: "In Nightclubs. In Vegas. Ich und alle anderen auch."

Mehr aber auch nicht. Darauf besteht er. Mit dem jungen, schmächtigen Sänger im Mafiafilm "Der Pate", der angeblich Sinatra nachgezeichnet ist, will er nicht verwechselt sein.

Der brave Junge von nebenan aber war er nie. Als Kind war er - "wie jeder" - Mitglied einer Straßengang. Sinatra: "Wenn mich jemand "dreckiges kleines Schwein" gerufen hat, gab es nur eins: Brich ihm die Knochen. élter geworden, habe ich begriffen, daß man es so nicht tun sollte. Ich begriff, daß man es durch Erziehung tun soll - vielleicht mit ein paar Ausnahmen."

Robert Mitchum über Sinatra: "Er ist ein Tiger."

In den Vierzigern war Frankieboy "Die singende Sensation", Held unruhiger Träume ungezählter junger Mädchen (die in den USA damals "Bobby-Soxers" hießen). Sinatra war der erste Sänger, um dessentwillen Krawalle ausbrachen, vor dessen Auftritten Stühle angeschraubt werden mußten. "Meine ganze Wirbelsäule vibriert, wenn Du singst," schrieb ihm eine Verehrerin, eine unter Millionen. 1944 galt Sinatra, Enkel mittelloser Einwanderer, als der bestbezahlte Mann der Welt.

Musiker, die mit ihm auftraten und ihn nicht kannten, fragten sich: Was finden die Frauen an diesem knochigen Hänfling? Bis Sinatra zu singen begann. "The Voice" haben sie ihn deshalb getauft: Die Stimme. Viel später dann noch: "Ol' Blue Eyes".

Seine erste Ehe zerbrach unter dem Ansturm der Verehrerinnen, speziell unter dem von Ava Gardner. "Wir fuhren zu einem kleinen gelben Haus im Nichols Canyon," erinnerte sich die Diva später,  "und schliefen miteinander. Und, oh, Gott, es war wie Magie."

Marlene Dietrich hat Sinatra "den Mercedes Benz der Männer" genannt.

Welcher Mann würde von solchen Zeugnissen nicht träumen.

Die Alliance mit Gardner war nur kurz und eruptiv - Sinatra werden mehrere Selbstmordversuche nachgesagt. In späteren Romanzen behielt er einen kühleren Kopf. Gardner folgten, unter anderen, Lauren Bacall, Juliet Prowse, Mia Farrow. Mia war zwanzig, Frankie 50, als sie heirateten. Die Ehe war von kurzer Dauer. Sinatra hatte es vorhergesagt: Aber einen Versuch sei es wert.

Ruhe und Beständigkeit hatte er damals, es waren die wilden Sechziger, in seiner Männerfreundschaft mit Dean Martin und Sammy Davis Jr. gefunden. Er war der Führer des Rudels, er war "The King of the Strip", der Glitzer- und Spielerwelt von Las Vegas, geworden.

1971 dankte der König ab, aber nur für kurze Zeit. Mit "Strangers in the Night" kam er zurück, und wie.

Als er siebzig wurde, war Sinatra längst "eine amerikanisiche Legende". Seinen 75. Geburtstag feierte er mit einer Welttournee. 1993 drängten sich seine Nachfolger als Helden der Jungmädchenträume, mit Sinatra im Duett zu singen. Im Januar bringt er eine neue Platte heraus: "Everything happens to me."

Alles fliegt ihm zu.
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